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NATURZYT-Ausgabe September 2020

Wildtiere in der Schweiz. Wissenswertes über unsere wilden Tiere.

Gottesanbeterin

Weshalb heisst die Gottesanbeterin so?

Die Gottesanbeterin sieht aus, als wäre sie nicht von dieser Welt, und hat auch eine ganz spezielle Körperhaltung, in der sie stundenlang sitzen kann, um dann blitzschnell ihre Beute zu ergreifen. Sie hat in dieser Haltung, die Vorderbeine oft angewinkelt, und das sieht aus, als würde sie beten. Daher hat die Fangheuschrecke ihren Namen erhalten. An ihrem dreieckigen Kopf fallen auch sofort die grossen Facettenaugen auf. Damit hat sie einen optimalen Überblick und kann ihren Kopf auch sehr gut drehen, um so ihre Beute mit den Augen zu verfolgen. Sie kann ganz grün, gelblich oder braun gefärbt sein und die Weibchen sind grösser und dicker als die Männchen. Ihr Lebensraum sind Büsche und Sträucher, aber auch der Boden, Hauptsache sonnig und warm. Im August erscheinen die ersten erwachsenen Tiere, welche im Frühjahr als 6 Millimeter lange Larven geschlüpft sind und fünf bis sechs Larvenstadien durchlaufen haben.
Die Paarung ist für die Männchen gefährlich, denn sind sie unvorsichtig, werden sie oft vom Weibchen verspeist. Nach der Ei-Ablage in eine sogenannte Oothek (dabei handelt es sich um ein Gelege in einer schnell erhärtenden Schaummasse, dass in der Regel 100 bis 200 Eier enthält und an Pflanzen verankert ist) überwintern die Eier, um im nächsten Frühling als Larven zu schlüpfen, und ein neuer Zyklus beginnt. Die erwachsenen Tiere sterben, sobald es kälter wird.

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