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NATURZYT-Ausgabe Dezember 2019

Natur erleben: Themen zu Naturpärken und Naturregionen

Irland Schafe

Irland – zauberhafte Augenblicke der Naturschönheiten im Südwesten

In Irland kann man nicht nur Schafe zählen: Die grüne Insel hat beeindruckende Naturschauplätze, aber auch zahlreiche sehenswerte Bauten und lauschige Dörfer zu bieten. Ein Besuch der Küste der Grafschaften Kerry und Cork lohnt sich besonders.

Nur gerade zwei Stunden dauert es von der Schweiz in eine andere Welt: Wer mit dem Flugzeug über Irland einschwebt und den weitläufigen, mit Steinmauern parzellierten Felderteppich unter sich näher kommen sieht, versteht noch vor der Landung, warum Irland auch die Grüne Insel genannt wird. Grün herrscht als Farbe vor, Grün ist die Nationalfarbe, das grüne Kleeblatt das Nationalsymbol. Die atlantischen Regengebiete, die mit schöner Regelmässigkeit das Wetter auf der drittgrössten Insel Europas bestimmen, halten die Vegetation in Schuss. Die Landschaft ist trotz allem – oder gerade deshalb – atemberaubend: Wiesen und Felder, Steilklippen mit schäumender Gischt, Berge und Seen, einsame Moore und spröde Heidelandschaften. Darüber hinweg jagen Wolkenformationen und verleihen der Szenerie eine gewisse Dramatik.

Irland – sanfter Osten, rauer Westen

Irland besteht aus insgesamt 32 Counties: 26 in der Republik Irland und sechs in Nordirland. Während die Republik Irland Euroland ist, wird in Nordirland – das zu Grossbritannien gehört – mit britischen Pfund bezahlt. Jede Gegend lockt nicht nur mit landschaftlichen Schönheiten, sondern auch mit einer Vielfalt an Ange boten – von modernen Städten über anheimelnde Dörfer bis hin zu frühgeschichtlichen Denkmälern ist in Irland alles zu finden.

Spektakuläre Klippen, zer klüftete Bergrücken, üppige Vegetation auf der kleinen, abgeschiedenen Sheep’s-Head-Halbinsel.

 

Der historische Osten Irlands trumpft mit sanften Landschaft en und idyllischen Kleinstädten auf, eingerahmt vom Fluss Shannon und der Irischen See. An der Küste zwischen Dublin und Cork gilt es in Schlosstürmen und riesigen Herrschaftshäusern so manche Legende zu erforschen. Die Westküste präsentiert sich hingegen rau und wild: Von der windgepeitschten Landzunge Malin Head bis zum Naturhafen von Kinsale gibt es entlang der längsten ausgewiesenen Küstenroute der Welt, dem «Wild Atlantic Way», beeindruckende Klippen, lebendige Städte, einsame Strände und fantastische Buchten zu entdecken.

Irland – spektakuläre Halbinseln

Reist man der Westküste entlang Richtung Süden, wird die Landschaft lieblicher: In der Grafschaften Cork und Kerry wechseln sich die schroffen Felsrücken mit sanft geschwungenen Hügellandschaften ab. Irlands Südwesten ist ein Sehnsuchtsziel mit kontrastreicher Landschaft, subtropischen Vegetation, langen Sandstränden und zerklüfteten Klippen. Der raue Atlantik donnert an die Küste, Irlands höchste Berge thronen über ihm und bieten eine atemberaubende Kulisse. Wer nach Irland reist, um die Einsamkeit zu suchen, der wird hier fündig. Und wem mehr nach einem Kneipenbummel und Party ist, der ist in fast allen grösseren Orten wie Baltimore, Bantry oder Killarney richtig, vor allem aber in Cork City. Die Küstenlinie wird von fünf Halbinseln dominiert, die wie Finger kilometerweit in den Atlantik greifen. Eine der schönsten ist die Beara-Halbinsel, die mit schroffen Klippen und tosende Wellen, die über einsame Sandstrände rollen, begeistert. Das Landschaftsbild im Landesinneren wird von sanft en Hügeln, markanten Steinmauern und den prächtigen Caha Mountains dominiert – hier lässt sich etwa der Gleninchaquin-Nationalpark bestens zu Fuss erkunden.

Tosende Wellen, schroffe Klippen entlang der Küste der Beara-Halbinsel.

Irlands grandioser Nationalpark

Weiter südlich streckt sich der Sheep’s Head in den Ozean. Die Einheimischen nennen die Gegend gern «Place of Eden»: Ein durchaus passender Name, denn die Sheep’s-Head-Halbinsel ist ruhig und unverdorben und verfügt über eine atemberaubende Landschaft. Mal sanft, mal rauwetteifert die Landzunge mit dem mal tosenden, mal stillen Atlantik um die Vorherrschaft am westlichsten Rand Europas. Hier lässt es sich wunderbar wandern, mal über Strassen und Wege, mal über schmale Pfade und nackte Felsen. Das Meer immer in Hör- und Sichtweite, geht es bis an die Spitze der Halbinsel zum kleinen Leuchtturm. Auf Sheep’s Head begegnet man einer Mischung aus Meer und Klippen, Ruinen verlassener Häuser, Standing Stones und Steinkreisen – der Natur und dem Meer immer ganz nah.

Wen die Wanderlust aber so richtig gepackt hat, der entscheidet sich für den «Kerry Way» auf der Halbinsel Iveragh: Mit über 200 Kilometer Länge ist er Irlands längster ausgeschriebener Wanderweg. Dabei durchquert man einige der abgelegensten und dramatischten Landschaften Irlands. Der Weg beginnt und endet in dem belebten Touristenort Killarney, von wo sich der gleichnamige Nationalpark bestens erreichen lässt. Dort schmiegen sich am Fusse der McGillycuddy Reeks, der höchsten Bergkette in Irland, die weltberühmten Seen von Killarney. Bekannt ist der 60 Quadratkilometer grosse Nationalpark zudem für seine uralten Eichenwälder, für die Burgruine Ross Castle am Lough Leane oder natürlich für das Herzstück, das vom wilden Wein umrankte Herrenhaus Muckross House.

Auf dem Kerry Way, Irlands längstem ausgeschriebenem Wanderweg, durchquert man einige der abgelegensten und dramatischten Landschaften Irlands.

Irland – eine Insel voller Gartenschätze

Gezähmte Natur fi ndet sich hingegen in den zahlreichen Gärten im Südwesten Irlands. Unter Gärtnerinnen und Gärtnern auf der ganzen Welt berühmt ist der botanische Garten auf Garnish Island: Die Insel liegt vor der Beara-Halbinsel, beheimatet eine Robbenkolonie und ist berühmt für ihre subtropischen Waldgärten. Die aussergewöhnliche Architektur der Gärten und die Pflanzenarten machen aus Garnish Island eine wahre Perle der Grafschaft Cork. Dank des milden Klimas wachsen hier unzählige mediterrane Pflanzen, die man in dieser Region nicht vermuten wurde. Wer noch etwas Zeit übrig hat, besucht das nahe gelegene Bantry House: Das sehenswerte Herrenhaus, die terrassierten Gartenanlagen und die Bucht lässt man dabei am besten vom oberen Ende der mächtigen Steintreppe «Hundred Steps» auf sich wirken.

Anreise
Ab Zürich und Genf bringen Sie Aer Lingus und SWISS direkt nach Dublin, von April bis Oktober bringt Sie die SWISS auch direkt ab Zürich nach Cork. Ryanair bietet Flüge ab Basel nach Dublin sowie easyJet ab Genf nach Belfast. Alternativ erreicht man die Insel auch per Fähre, PKW oder Bus.
Klima
Das Besondere am irischen Klima: An einem Tag kann man alle vier Jahreszeiten antreffen. Im Sommer klettert das Thermometer auf Temperaturen um die 25 Grad. Aber: Regenjacke nicht vergessen, da das Wetter oft umschlägt. Umfassende Reiseinformationen, -tipps und kostenlose Broschüren bietet die Website von Irland Tourismus: www.ireland.com 
Spezielle Wander- und Veloreisen bietet die Website des Aktivreisen-Spezialisten Baumeler: www.baumeler.ch 

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