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Naturzyt 2019 3

Natur erleben: Themen zu Naturpärken und Naturregionen

Seiser Alm

Seiser Alm - grösste Hochalm Europas - ein spezielles Naturerlebnis

Die Seiser Alm ist mit 56 Quadratkilometern die grösste Hochalm Europas. Zwischen 1800 und 2300 Metern Höhe liegt am westlichen Eingangstor der Dolomiten eine faszinierende Natur- und Kulturlandschaft.

Oberhalb der Orte Kastelruth, Seis, Völs am Schlern und Tiers am Rosengarten liegt die sonnenverwöhnte Seiser Alm. Die aussergewöhnliche Schönheit der Landschaft , die spektakulären Bergmassive, das beeindruckende Farbenspiel bei Sonnenauf- und untergang machen die Dolomiten zu einem eindrucksvollen Naturschauspiel. Sicher einer der Gründe, dass das UNESCO Welterbekomitee im Juni 2009 die Dolomiten in die Liste des Weltnaturerbes aufgenommen hat. Erreichbar ist die Alm mit der modernen Gondelbahn. Der Autoverkehr ist nur sehr eingeschränkt zugelassen.
8000 Fussballfelder – dieser Vergleich zeigt die Dimension der grössten Hochalm Europas. Wochen lassen sich hier wandernd geniessen, ohne einen einzigen Weg zwei Mal zu begehen. Zahlreiche Hütten, Almen und Schwaigen liegen in diesem Gebiet – viele laden zur Einkehr, einige auch zum Übernachten ein.

Die blühende Almwiese mit imposantem Schlern im Hintergrund.

Vier Orte – vier Gesichter

Wer glaubt, der grösste Ort im Gebiet um die Seiser Alm sei nur für Pilger der Volksmusik erlebenswert, tut Kastelruth wahrhaft unrecht. Die Heimat der «Kastelruther Spatzen» begeistert mit einem wunderschönen historischen Zentrum, südlichem Flair sowie attraktiven Geschäft en und Cafés. Das malerische Seis ist in einer sonnigen Höhenmulde gelegen. Obwohl schon zu Beginn des 19. Jahrhunderts von gekrönten Häuptern, russischem Hochadel und Künstlern entdeckt, ist Seis ein Bergdorf geblieben – ursprünglich und ohne Allüren. Dritter im Bunde ist Völs am Schlern mit seiner herrlichen Panorama-Lage, welche das Dorf schon früh zum Sommerfrischeort der Bozner Bürger machte. Später kamen Naturgeniesser aus allen Himmelsrichtungen nach Völs – unter anderem natürlich auch, da hier das Heubad seinen Ursprung hat.
Seit 2014 gehört auch Tiers am Rosengarten zur Ferienregion Seiser Alm: das kleine Dorf bietet den idealen Ausgangspunkt, um die Bergwelt des in einer alpenländischen Sage beschriebenen Zwergenkönigs Laurin kennenzulernen. Naturfreunde erleben auf den unzähligen Wanderwegen im und rund um den Naturpark Schlern-Rosengarten eine intakte Natur.

Eine gemütliche Wanderung von Hof zu Hof

Wandern auf der Seiser Alm

Blühende Bergwiesen, grandiose Gipfel, Traumpfade durch ein Landschaftsparadies: Die Ferienregion Seiser Alm macht Lust auf aktiven Naturgenuss. 450 Kilometer Wanderwege: Diese Auswahl überzeugt auch die anspruchsvollsten Wanderer. Sanfte Panoramawege, fordernde Bergpfade, Klettersteige in die bizarre Welt der Zacken, Türme und Kamine. Mit grossem Reichtum präsentiert sich die Flora – viele selten gewordene Arten blühen hier am Wegesrand. Geführte Wanderungen im ältesten Naturpark Südtirols, dem Naturpark Schlern-Rosengarten, und verschiedene Th emenwege informieren über die vielen Besonderheiten.

Tipp: Naturpark Schlern-Rosengarten: Südtirols ältester Naturpark wurde im Jahr 1974 gegründet. Er erstreckt sich über 7291 Hektar und liegt in den westlichen Dolomiten Südtirols. Die Gemeinden Kastelruth, Völs und Tiers zählen zum Naturpark Schlern-Rosengarten, welcher mit dem Landschaftsschutzgebiet Seiser Alm eine naturräumliche Einheit bildet. Neben dem Schlern ist auch das Rosengartenmassiv mit seinen unzähligen Türmen weit über die Landesgrenzen bekannt.

Tipp: Naturerlebnisweg Geologensteig: Naturfreunde können bei einer 3,5-stündigen Wanderung den Geologensteig erkunden. Er zählt mit zu den interessantesten Ausflugszielen in den Dolomiten. Die zehn Hinweistafeln, die längs des Steigs verlaufen und die verschiedenen Gesteinsschichten zeigen, gestalten diesen Weg besonders interessant und zugleich lehrreich.

Eine entspannende und wohltuende Wirkung - beim Heubaden.

Heubad – mit Kräutern und ätherischen Ölen

Der Brauch des Heubadens wurde erstmals 1871 dokumentiert. Entdeckt wurde die entspannende und wohltuende Wirkung des frisch gemähten Bergheus durch die «Heuer» auf dem 2563 Meter hohen Schlern. Sie schliefen nachts im aufgeschichteten Heu und wachten am nächsten Morgen trotz der kräftezehrenden Arbeit erholt und voller Energie auf. Daraus entstand das «Heubad», eine einzigartige Wellness- Behandlung mit 80 verschiedenen Kräutern.

Das Geheimnis des Heus besteht in der Höhe der Seiser Alm, denn je höher die Almen, desto artenreicher die Flora der Wiesen. Das Dolomitenheu ist aufgrund der speziellen Böden als besonders «fett» bekannt. Blattpflanzen wie Frauenmantel, Edelraute, Arnika, Speik, Quecke, Lolch und Schwingel charakterisieren das Dolomitenheu und enthalten ätherische Öle, Cumaringlykoside und Gerbstoffe. Diese Inhaltsstoffe fördern die Durchblutung und stimulieren die inneren Organe über Reflexzonen an der Körperoberfläche. Die heilsame Wirkung entfaltet das Almheu durch die Gärungsprozesse, das sogenannte «Brennen». Das Heu erreicht dabei Temperaturen von 40 ° bis 60 ° Celsius. Neben der entspannenden Wirkung lindern die zahlreichen Bergkräuter im Heu auch rheumatische Beschwerden, Hüft- und Rückenschmerzen, Hexenschuss, Muskelkrämpfe oder Gelenkversteifungen.

Die Vielfalt der Südtiroler Küche kennenlernen, bei atemberaubender Aussicht.

Kulinarische Leckereien auf der Alm

Spinatknödel mit Parmesan, Schlutzkrapfen mit Ricotta-Füllung – als Schnittstelle der Kulturen ist das kulinarische Angebot besonders vielfältig. Von alpin bis mediterran bietet die Südtiroler Küche einen Leckerbissen für jeden Geschmack. Typisch sind nicht nur Knödel, Strudel und Kaminwurzen, sondern auch mediterranes Gemüse, Gewürze und feiner Kaffee. Und die Kräuter: Die aromatischen Pflanzen von den Almen und aus den Gärten sind als Bestandteil der heimischen Küche nicht wegzudenken. Bei kulinarischen Wanderungen lernt man mit einheimischen Köchen die Spezialitäten und traditionellen Gerichte kennen – oder in zahlreichen Almen und Hütten, sowie Buschenschenken die Vielfalt der Südtiroler Küche.

Seiser Alm im Sommer
Mehr Informationen über die Seiser Alm, die Flora und Fauna, sowie verschiedene naturnahe Sommer-Events, wie z.B. die Berglertafel in sagenhafter Naturkulisse, das Heubaden und vieles mehr unter www.seiseralm.it oder Telefon 0039 0471 709 600

Text/Fotos NATURZYT in Kooperation mit Seiser Alm Marketing, Helmuth Rier, Laurin Moser

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