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NATURZYT-Ausgabe Dezember 2019

Natur erleben: Themen zu Naturausflügen und Wanderungen

Krokusfelder Alp Rämisgummen

Frühlingswandern in der Schweiz

Der Schnee beginnt langsam zu schmelzen, auch in den höheren Lagen – auch wenn etwas später als im Flachland. Die Natur erwacht langsam aus dem Winterschlaf. Spüren Sie den Frühling. NATURZYT nimmt Sie mit auf Entdeckungsreise.

Frühlingswanderung durch die Krokusfelder auf der Alp Rämisgummen

Der Rämisgummen im Emmental gilt als eine der schönsten Alpen im Bernbiet. Wenn der Schnee Ende März/Anfang April schmilzt, strecken auf dem Rämisgummen auch die Krokusse ihre Köpfchen aus dem Boden. Es heisst, nirgends spriessen sie so zahlreich wie hier oben und stehlen dem atemberaubenden Panorama auf die Berner Alpen und die Felsformationen der Schrattenfluh die Show. Die Wiesen der Alp sind übersät mit weissen und violetten Blüten. Diese Pracht sollte man nicht verpassen.

Der Rämisgummen liegt zwischen den Oberläufen von Emme und Ilfi s. Er dehnt sie sich in 1200–1300 m ü. M. auf einer Fläche von 130 Hektaren aus. Der Ausgang- und Zielort der Wanderung ist Eggiwil Dorf, welches gut mit dem öffentlichen Verkehr erreichbar ist. Von hier beginnt die Wanderung via Hürlisegg auf den Pyff er, auf welchem man eine wunderschöne Aussicht geniesst. Vom Pfyff er geht es weiter auf die Alp Rämisgummen. Hier bietet der Rämisgummenhoger als höchster Punkt der Alp einen atemberaubenden Panoramaausblick auf die Blütenpracht. Weiter geht es nach Hohwürz und dann zurück nach Eggiwil. Die ganze Wanderung dauert 4:45 Stunden mit einer Länge von 16,7 Kilometern und weist den Schwierigkeitsgrad mittel auf. Im nahe gelegenen Berghaus «Erika» auf der Nachbaralp Geisshalden (knapp 2 Kilometer von Rämisgummen) besteht eine Verpflegungsmöglichkeit, und auch ein Übernachtungsangebot kann genutzt werden. Die Krokusse blühten im Jahr 2018 Mitte April; wer den Zeitpunkt nicht verpassen möchte, erfährt auf der Facebook-Seite des Emmentals, wann die Blütenpracht beginnt: www.facebook.com/emmental.valley . Oder bei Emmental Tourismus unter T 034 402 42 52.

Frühlingswanderung in Seewis (Foto Ernst Gredig)

Frühlingswanderung in die Narzissenpracht in Seewis

Auf den Wiesen und Weiden von Seewis und Fanas auf 1300 m ü. M. erlebt man zwischen Mitte Mai bis ca. Mitte Juni ein weisses Wunder. Auf rund 100 Hektaren bedecken Hunderttausende von Bergnarzissen die Wiesen und Weiden. «Gapiescha», «Geissblüemli» oder «Muntblüemli», so wird die Bergnarzisse in Seewis auch noch genannt. Wie die Pflanze, welche ursprünglich aus dem Mittelmeerraum stammt, den Weg nach Seewis gefunden hat, bleibt ihr Geheimnis.

Eine wunderschöne und gut ausgeschilderte Rundwanderung führt während der Narzissenblüte entlang der schönsten Plätze. Es versteht sich von selbst: nur schauen, nicht pflücken, auch wenn der Reiz gross ist. Die Tour führt über befestigte, verkehrsarme Forst- und Landwirtschaftsstrassen und startet bei der Postauto-Haltestelle Seewis. Von hier aus läuft man westwärts Richtung Fadära der Wanderweg- Signalisation nach. Bei Fulli folgt man den Wegweisern des Narzissenpfades, dieser führt hoch nach Pilidetta, wo bei Stettli und Ganschiersch die grössten Narzissenfelder bestaunt und beschnuppert werden können. Über Matan und Pliggug geht es dann, dem Narzissenpfad folgend, hinunter nach Seewis. Für die 12,6 Kilometer werden ca. 3,5 Stunden benötigt oder mehr, je nachdem, wie viel und lange an den Narzissen geschnuppert wird. Es werden mit dem Narzissen-Express auch begleitete Fahrten zu den schönsten Plätzen angeboten, für jene, die nicht mehr ganz so gut sind zu Fuss. Auskunft und Anmeldung unter T 081 330 30 17. Mehr Informationen über den aktuellen Blütenstand erfährt man beim Verkehrsverein Seewis persönlich unter T 081 325 11 95. Oder bei www.praettigau.ch oder T 081 325 11 11. Tipp: Auf der Pliggug findet am Ende Mai das Narzissenfest statt, welches zu Ehren der Narzissen durch den Kur- und Verkehrsverein Seewis durchgeführt wird.

Blütenpracht im Thurgau (Foto Christian Perret)

Frühlingswanderung in die Blütenpracht der Ostschweiz

Nirgendwo wird mehr Obst angebaut als im Thurgau – vor allem Apfelbäume. Jedes Jahr im Frühling verwandelt sich der Thurgau in ein zartrosa Blütenparadies und Madame Bluescht zeigt sich zu dieser Zeit am schönsten. Zwischen Mitte April bis Mitte Mai platzen die Knospen – zuerst bei den Kirschen- und Birnen-, dann von den Apfelbäumen. Auf einer einfachen Frühlingswanderung geht es durch blühende Obstbäume, saftige Wiesen und ergrünende Wälder. Vom Bahnhof Sulgen geht es durch den Dorfkern in eine Landschaft voller hochstämmiger Obstbäume. Ohne grosse Höhenunterschiede streift man durch das Dorf Leimbach, dann folgt der Weiler Lenzenhaus und Güggenbühl. Durch die Dörfer Kümmertshausen und Sommeri gelangt man schliesslich zum Ziel in Amriswil. Ein kleiner Höhepunkt kurz vor Schluss ist der Eisweiher, auch Ziegeleiweiher genannt. Es ist ein Überbleibsel der Industrialisierung und ein Naturerholungsgebiet. Die Wanderung dauert knapp 4 Stunden für eine Strecke von 14,7 Kilometer.

Tipp: Damit die Blüte nicht verpasst wird, gibt Madame Bluescht unter T 071 531 01 30 Auskunft über den aktuellen Blütenstand. Mehr Informationen unter www.thurgau-bodensee.ch oder T 071 414 11 44

Feuerlilien im wildromantischen Val D'Err (Foto Lorenz A. Fischer)

Frühlingwandern im wildromantischen Val D'Err

Das wildromantische Val d’Err liegt gleich neben dem Parc Ela in Graubünden. Auf der Rundwanderung mit Start und Ende in Tagant Pensa erfreuen einem zwischen Ende Juni bis Anfang August auf der Strecke zwischen Motta D’Err und Bartg die rot blühenden Feuerlilien. Die Wanderung dauert ca. 4 Stunden für die 10 Kilometer und weist den Schwierigkeitsgrad mittel auf. Von Tagant Pensa geht es durchs Val d’Err zur Alp d’Err, auf welcher feine Spezialitäten wie ein Käseplättli, Fleischplätti, Salsiz, Huusbrot oder die bekannten Alp-d’Err-Meringues genossen werden können. Von da aus geht es über Motta d’Err nach Pensa zurück durch die rot blühenden Feuerlilien. Auch der Parc Ela in Graubünden ist bekannt für seinen Orchideenreichtum. Hier blühen Frauenschuhe und zahlreiche weitere Orchideen arten wie das Rote Waldvögelein, die Kugelorchis oder – mit viel Glück und gutem Auge – die Korallenwurz.

Tipp: Im Juli geht es von Savognin aus auf die Spuren von Alpenblumen und Kräutern, geführt von Astrid Thurner. Schwerpunkt sind die Alpen-Akelei, Edelweiss, Feuerlilien, Türkenbund und Paradieslilien auf der Route Savognin bis Pensa (mit Bus)– Motta d’Err–Trotg da Bartg–Castelas– Proschen–Senslas– Savognin. Mehr Informationen unter www.parc-ela.ch oder T 081 659 16 18

 

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