Naturzyt 2018 09

Kraftorte aus energetischer Sicht

Seit einigen Jahren ist immer wieder von besonders kraftvollen Orten und Plätzen die Rede. Einige von diesen wurden in der NATURZYT vorgestellt, begleitet von Hinweisen, wie Sie selber solche Plätze finden können.

Dabei lag der Fokus ganz und gar bei den aufladenden und Kraft spendenden Plätzen. Seither ist einige Zeit vergangen und der Erfahrungen wurden mehr.

Plätze mit speziellen Qualitäten

Sicher haben Sie auch schon die Erfahrung gemacht, dass sich ein Kraftplatz nicht immer gleich anfühlt. Mal empfinden wir diesen als kraft voll … «wow, da geht was ab!», ein andermal spüren wir gar nichts, oder wir fühlen uns möglicherweise sogar unwohl auf ihm. Woran das bloss liegen mag, werden Sie sich vielleicht fragen. Möglicherweise daran, dass auch Kraft plätze ihre «Tage» haben, oder liegt es gar an einem selber? Leben und damit alles Beseelte sind dynamische Systeme. Dies lässt sich allein schon daran erkennen, dass die anzeigenden Werte von einem Tag zum andern teilweise erheblichen Schwankungen unterliegen. Die energetische Beobachtung der Kraftorte erfolgte über die Wahrnehmung und mit Hilfe von Pendel, Tabellen und Ruten. Bald schon zeigte sich, dass sich die Orte anhand unterschiedlich anzeigender Aspekte grob in Kraftplätze, Heilplätze und Kultplätze unterscheiden liessen, Letztere oftmals vom Menschen geprägt.

Steht bei einem Kraftplatz das Aufladende im Vordergrund, ist es beim Heilplatz das Anregende, welches Prozesse im Organismus zu beeinflussen vermag. Kommt etwas in Bewegung, kann es sich gut anfühlen oder auch nicht. So wie ein guter Arzt mit seiner Kunst die Selbstheilung des Organismus begleiten und unterstützen wird, so können auch Plätze mit Heilqualität dazu beitragen. Doch wie das?

Gnipen mit Rigi und Blick übers Mittelland bis zum Jura

Die eigene Balance wiederfinden

Als individueller Teil einer göttlichen Schöpfung streben wir stets nach der inneren Balance, so wie es die Chaostheorie so treffend beschreibt. «Offene selbstregulierende Systeme sind stets damit beschäftigt ihre Balance zu finden und zu erhalten. Leben ist der grösstmögliche Ungleichgewichtszustand.» Ständig sind wir Einflüssen ausgesetzt, die uns sehr schnell aus unserer Balance zu bringen vermögen. In der Welt der Dualität ist das Trennende vorherrschend, was sich unschwer daran erkennen lässt, dass alles Grobstoffliche dabei ist, zu zerfallen und sich aufzulösen. Es gibt aber auch jene Einflüsse, die uns zu unserer Balance verhelfen können, jene mit «Seelenqualität», wo eine Verbindung zu den «höheren» feinstofflichen und lichtvollen Ebenen möglich ist. An solchen Plätzen treffen wir auf die Polarität in der Einheit, kurz: auf heile, passende und damit Heilung unterstützende Verhältnisse. Genau das ist gemeint, wenn von Naturspiritualtität die Rede ist – die Verbindung zu geistigen Ebenen.

Verschüttete Erinnerungen hervorholen

Hier kommen die qualitativ passenden Plätze zum Zug. Jeder Mensch kennt solche Plätze. Sie existieren oftmals in unserer Erinnerung. Vielleicht lernten wir sie auf einer Schulreise kennen, beim Sonntagsausflug mit den Eltern, auf einer Reise, oder wir haben bei ihnen wundervolle Momente mit einem geliebten Menschen verbracht, möglicherweise sind sie uns im Traum erschienen. Sie alle haben etwas gemeinsam: Lassen wir sie in unseren Gedanken aufsteigen, wird es uns wohlig ums Herz. Herzqualität also? So möchte ich Sie auf einige mir liebe Plätze hinweisen, wo, wenn auch kraftvoll, anderes im Vordergrund steht.

Gletschermulde bei Cavaglia im Puschlav

Ein solcher Platz ist die junge Muotha zuhinterst im Bisisthal. Ein noch von Frische und ursprünglicher Kraft strotzender Bach, bevor sein energiereiches Wasser durch die Turbinen zerschlagen wird. Lasse ich die Bilder vor meinem inneren Auge hochsteigen und atme tief durch, kann ich die naturenergetische Qualität des Ortes geradezu spüren. Auf mentaler Ebene kann ich mich mit diesem Platz verbinden, mit ihm «arbeiten». Ich übergebe dem quirligen und wirbelnden Wasser all das, was nicht meines ist; Gedanken, Gefühle, Sorgen und mehr. Im einrollenden Wirbel reinigt sich das Wasser selber. Alle fremden Informationen, also auch diejenigen, die wir ihm übergeben, werden aufgelöst. Für rational denkende Menschen eine unglaubliche Vorstellung. Verschiedene Testungen mit unterschiedlichen Personen weisen jedoch genau auf diesen Sachverhalt hin.

Bewusstsein ist die mächtigste Energie, die es gibt.

Jeder und jede von uns kennt solche Plätze. Es gibt sie mal näher, mal weiter gelegen. Machen wir sie uns bewusst, so können wir uns jederzeit, so wir dafür off en sind, mit diesen verbinden, sie wahrnehmen. Dabei sind auch Bilder hilfreich. Über sie lässt sich, analog einem Schwingquarz in einem Funkgerät, die Verbindung zum Ort aufbauen, ja mit ihm kommunizieren. So zum Beispiel auch mit den faszinierenden Gletschermühlen auf der Alp Cavaglia an der Bernina-Bahnstrecke. Oder mit dem Vorfeld des Morteratschgletschers mit seiner fast bis zum Eis reichenden vielfältigen alpinen Flora. Auch die Erinnerung vom Gnipen und der Sicht über den Bergsturz und den Zugersee hinüber zur Rigi und hinaus ins Mittelland lässt aus der Erinnerung das Gefühl von Erhabenheit wieder aufsteigen. Wir Menschen sind mentale Wesen und dessen fähig, uns zu erinnern und uns mit dem Platz mental bewusst zu verbinden. Das sollten wir niemals vergessen. So werden wir aus diesen Erinnerungen, Bildern, Gefühlen genau jene Qualitäten schöpfen, deren wir zum inneren Ausgleich bedürfen.

Es muss aber nicht bei der Erinnerung bleiben

Tagtäglich unterwegs mit meinem Hund, dem kleinen Herrn Ivan, komme ich immer wieder an denselben Orten vorbei. Das liegt nun mal in der Natur der Sache. Da sollte man denken, nach ein paar Jahren am selben Ort habe man schon alles gesehen – weit gefehlt. Mögen die Dinge um uns herum unveränderlich erscheinen, sie sind es nicht. Öffnen wir unseren Geist, unseren Blick, unsere Wahrnehmung, werden wir immer wieder Neues entdecken und uns so gewahr werden, dass alles im Fluss ist. Die Qualität der Orte ist immer wieder eine andere, neue. Dabei muss es sich noch nicht einmal um spezielle Plätze handeln, es reicht schon, dass da etwas ist, was unsere Aufmerksamkeit erweckt. Mir ging es kürzlich so, als ich dem Seeufer entlang ging. Bei einer Bachmündung, einige Möwen, im Schlamm watend und nach Nahrung suchend. Sie veranstalteten einen Heidenspektakel mit ihrem Gekreische und dem Einander-das-Aufgepickte- streitig-Machend. Auf einer kleinen Brücke stehend, gab ich mich der Szenerie hin, ganz kontemplativ, ohne weitere Gedanken. Kontemplation, im Hier und Jetzt, ohne Gefühl für die Zeit. Ist dies nicht wahrer Luxus in bewegter und hektischer Zeit? Diesen Luxus, liebe Leser und Leserinnen, wünsche ich auch Ihnen von ganzem Herzen

Herzlichst, Ihr Philippe Elsener

Text/Foto Philippe Elsener

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