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NATURZYT-Ausgabe September 2020

Homöopathie: Mittel, Wirkung und Anwendung

Apis Insektenstiche

Apis – ein Mittel nicht nur gegen Insektenstiche

Apis mellifica ist ein häufig verwendetes homöopathisches Mittel, das aus der Honigbiene hergestellt wird und sehr vielfältig eingesetzt wird bei Beschwerden, bei denen Schwellungen im Vordergrund stehen.

Mit dem Sommer beginnt für viele Menschen auch die Grillsaison. Auf die Grilladen freuen sich nebst Bratwurst-Liebhabern und Kotelett- Fans auch die zahlreichen Wespen. Sie können es kaum erwarten, ein Stück Fleisch abzuschneiden oder Dessert zu stibitzen. Und so passiert es allzu schnell, dass jemand von einer Wespe gestochen wird. Bei der Einstichstelle bildet sich innert kürzester Zeit eine schmerzhafte Schwellung. Die meisten werden als erste Massnahme etwas Kühlendes auflegen, und wer eine homöopathische Apotheke zu Hause hat, wird ein paar Globuli des Mittels Apis zu sich nehmen.

FOLGEN VON INSEKTENSTICHEN

Apis mellifica ist das Hauptmittel, das homöopathisch bei Insektenstichen eingesetzt wird. Die Urtinktur dieses Mittels wird aus der Honigbiene hergestellt. Es ist also ein tierisches homöopathisches Mittel, im Gegensatz zu pflanzlichen oder mineralischen Mitteln. Wenn wir uns die Folgen eines Bienenstichs genau anschauen, können wir die typischen Symptome erkennen, die durch das Mittel Apis gelindert oder geheilt werden können: brennende oder stechende Schmerzen, eine Schwellung mit nur leichter Rötung der Haut und eine Erwärmung des Gewebes. Wir haben das Bedürfnis nach Kühlung, und die Schmerzen werden stärker bei Berührung oder Druck auf die betroffene Stelle und durch Wärme. Dies entspricht dem Ähnlichkeitsgesetz, dem wichtigsten Grundsatz der Homöopathie, dass «Ähnliches mit Ähnlichem geheilt wird».
Apis wird generell bei Erkrankungen eingesetzt, die diese für den Bienenstich charakteristischen Symptome zeigen. Schwellungen sind Wasseransammlungen im Gewebe und solche kommen nicht nur nach Insektenstichen vor. So wird Apis auch bei vielen anderen Erkrankungen angewendet, bei denen sich Flüssigkeit im Gewebe ansammelt. Das kann zum Beispiel eine Rachenentzündung sein mit blassrot geschwollenem Halszäpfchen, die durch kalte Getränke gelindert wird, oder eine Gelenksentzündung mit einem geschwollenen, warmen Gelenk, das bei Anwendung von kalten Umschlägen weniger schmerzt. Apis ist auch ein wichtiges Mittel bei Blasenentzündungen, wenn die Schmerzen stechend oder brennend sind und vor allem am Ende des Wasserlassens auftreten.

Die Psyche von Patienten, die Apis benötigen, wird als nervös und reizbar beschrieben. Auch kann man eine Ungeschicklichkeit beobachten, die dazu führt, dass diese Patienten häufig unbeabsichtigt Dinge fallen lassen. Wer schon mal von einer Biene oder einer Wespe gestochen wurde, wird beim Grillieren wahrscheinlich etwas hysterisch auf die Wespen reagieren, eben mit nervösem, ärgerlichem Herumfuchteln. 

Olivia Scherrer ist Tierärztin und klassische Homöopathin für Mensch und Tier. Sie arbeitet in Zürich und Kloten. Weitere Informationen auf www.oliviascherrer.ch oder 076 528 41 81

ALLERGIEN

Eine andere häufige Indikation für den Einsatz von Apis sind Allergien. Diese können nach dem Genuss von bestimmten Nahrungsmitteln auftreten, durch Einatmen von Allergenen wie Pollen oder eben auch nach Insektenstichen. Die Symptome variieren stark, sind aber in der Regel mit dem Anschwellen der Schleimhäute oder der Haut verbunden. Sie reichen von lokalen Schwellungen über Juckreiz, Niesen bis zu Nesselausschlägen. Bei einigen Menschen führt die allergische Reaktion sogar zu einem lebensbedrohlichen anaphylaktischen Schock. Dies zeigt sich mit Symptomen wie Erbrechen, kaltem Schweiss, Atemnot, Herzrasen bis zur Bewusstlosigkeit. In einer solchen Situation muss natürlich unverzüglich ein Notarzt aufgesucht werden. Zum Glück reagieren nur etwa 3 Prozent der Bevölkerung allergisch auf Bienen- und Wespenstiche. Und glücklicher weise können Menschen, die auf Bienenstiche allergisch reagieren, trotzdem den Honig geniessen. Dieser ist ein weiteres grosses Geschenk, das uns die Bienen zur Verfügung stellen, nebst dem homöopathischen Mittel.

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