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NATURZYT-Ausgabe Dezember 2019

Natur bewahren: Wildbienen schützen

Wildbienen Erdnister

Wildbienen - in den Startlöchern

In diesen Tagen starten die ersten Wildbienen-Arten. Nach den ersten frostfreien Nächten genügt schon etwas wärmende Sonne und die ersten Wildbienen schlüpfen und beginnen mit der unverzichtbaren Bestäubungsarbeit.

Die Vegetation beginnt erst zu erwachen, und so sind die ersten aktiven Wildbienen gerade jetzt in diesen Tagen besonders gut zu erkennen. An ihren Nistplätzen schlüpfen sie und starten in die nächste Saison, sie können beim Ein- und Ausflug an den Nestern entdeckt werden. Oder an den ersten zarten Frühlingsblüten, wo sie sich mit Nektar stärken und die Weibchen gleich mit dem Pollensammeln beginnen.

Sie bauen neue Gänge, legen Nester an, bauen Brutzellen. Darin häufen sie Pollen an, legen ein Ei und verschliessen die Brutzelle und am Schluss das Nest sorgfältig. Im Innern wird aus dem Ei eine Larve, welche den Pollen isst und sich zu einer Biene entwickelt. Oft dauert es ein ganzes Jahr, bis die nächste Generation dann wieder startet.

Erste Furchenbiene am Krokus

JÄHRLICHES WUNDER

Wie durch ein Wunder fliegen sie wieder aus, sorgen im Plan der Natur für die nächste Generation, das nächste Jahr und sichern dabei die Bestäubung für das Ökosystem. 

Viele der frühen Wildbienen-Arten sind Spezialisten. Besonders beliebt sind jetzt alle Arten von Weiden (Salix), einige Arten sammeln sogar nur hier Pollen und sind von diesem Angebot abhängig. Für sie ist es problematisch, wenn Weiden durch Klimaerwärmung zu früh blühen oder kurz vor oder während der Blüte zurückgeschnitten werden. Für sie und viele weitere Insekten gehen dabei unverzichtbare Nahrungsquellen verloren.

FRÜHBLÜHER: Besonders wertvolle Bienenweiden der nächsten Wochen: Weiden, Löwenzahn, Lungenkraut, Schlehe, Schlüsselblume, Taubnesseln, Günsel, Blaukissen, Lerchensporn, Kornelkirsche etc.

KURZES ZEITFENSTER

Sobald die Weiden verblühen, geht gleichzeitig auch die Saison dieser spezialisierten Wildbienen-Arten zu Ende. Dann dauert es wieder ein Jahr, bis die Weiden erneut blühen und mit ihnen diese Weiden-Bestäubungsspezialisten wieder starten.

WILDBIENENSINFONIE

So hat fast jeder Monat seine Blüten und speziellen Bestäuber – eine wunderbare Sinfonie der Natur. Doch das Lied droht aus dem Takt zu kommen, weil Noten schwinden und gar ganz fehlen. Die Bestäubung von Wildpflanzen und Lebensmitteln ist nicht mehr in allen Gebieten der Schweiz garantiert. Die grosse Bedeutung der Wildbienen dabei kommt erst jetzt ins Bewusstsein der Produzenten und Konsumenten.

Frühstartende Bestäuber

Einige Wildbienen-Arten, die häuftig als Erste im Jahr beobachtet werden können:

Erste Hummelköniginnen
Zweifarbige Sandbiene
Frühlings-Pelzbiene
Frühlings-Seidenbiene
Gehörnte Mauerbiene
Blauschwarze Holzbiene

Text Deborah Millett, Fotos wildBee

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