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NATURZYT-Ausgabe September 2020

Wildbienen fördern und schützen in der Schweiz

Wildbienen Wollbienen

Wildbienen Porträt Gartenwollbiene

Die Garten-Wollbiene (Anthidium manicatum) ist eine besonders auffällige Wildbienenart im Sommer und in vielen Gärten zu beobachten.

Wegen der schwarz-gelben Flecken auf dem Hinterleib kann sie auf den ersten Blick mit einer Wespe verwechselt werden. Auffällig ist besonders das territoriale Verhalten der Männchen: Sie «verteidigen» grosse Blütenstände als Nahrungsquellen für die Weibchen, um sie so zu beeindrucken und zur Paarung zu verführen. Dabei schrecken sie auch vor grösseren Verwandten wie Holzbienen oder gar Hornissen nicht zurück. Mit dem Dreizack am Hinterleibsende sind die Männchen gefürchtete Platzhirsche. Es ist eine der wenigen Wildbienen-Arten, bei denen das Männchen grösser ist als das Weibchen und es zu Mehrfach-Paarungen kommt.

Wollbienen-Weibchen, oben das Männchen abgebildet

Gefährdung und Lebensraum:

Diese Art ist in der Schweiz im Siedlungsgebiet oft häufig, ausserhalb deutlich seltener.

Fördermöglichkeit:

Schaffen Sie kleine Mauerspalten in Trockenmauern und pfl anzen Sie stark behaarte Pflanzen wie den Wollziest als Nahrung und Baumaterial an. Sie fördern damit auch die kleine Verwandte, die Spalten-Wollbiene (Anthidium manicatum) und deren Kuckucksbiene, die Punktierte Düsterbiene (Stelis punctatissima).

Baumaterial für die Brutzellen sind Pflanzenhaare, die mit den Mandibeln abgeschabt und in kleinen Wollbällchen zum Nest geflogen werden.
Nistplatz sind trockene, kleine Spalten in Mauern, Felsspalten, Erdlöchern, verlassene Nester von Pelzbienen, aber auch weitere Hohlräume etc.
Der Nesteingang wird sorgfältig getarnt und geschützt durch kleine Materialien wie Steinchen, Holzstücke, Halme, Blütenblätter etc.
Typische Spuren vom Abschaben an stark behaarten Pflanzen wie Wollziest, Eselsdistel, Flockenblumen, Quitten, Sand-Strohblume etc.
Die Woll-Brutzellen werden imprägniert mit pflanzlichen Drüsensekreten, gesammelt beispielweise an Geranium, Brombeere, Habichtskraut etc.
Wollbienen mögen besonders Schmetterlings- und Lippenblütler: Hornklee, Hauhechel, Luzerne, Ziest-Arten, Salbei-Arten, Schwarznessel etc.

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