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NATURZYT-Ausgabe September 2020

Wildbienen fördern und schützen in der Schweiz

Wildbiene auf Blume

Sommersummen der Wildbienen

Warm und trocken mögen es Wildbienen und so sind die herrlichen Sommermonate ein Eldorado vieler verschiedener Arten. Entdecken Sie sie im eigenen Garten, auf Reisen oder einfach in Balkonien.

Heiss geht es zu und her bei den Wildbienen im Sommer. Jetzt werden fast wöchentlich neue Arten aktiv wie Wollbienen, Blattschneiderbienen, Hosenbienen, Schenkelbienen und Seidenbienen, aber auch die kleinere Mauerbienen- Arten, Maskenbienen, Löcherbienen und viele mehr.

Kaum eine Blüte, an der jetzt bei Sonnenschein nicht im Minutentakt An- und Abflüge beobachtet werden können. Fleissig wird Nektar getrunken, Pollen gesammelt, nach Partnern gesucht. Auch die Bestäuber geniessen wie wir die längeren Tage – es summt, brummt und flattert herrlich.

Der beliebte und wunderschöne Klatschmohn ist selten geworden.

SOMMERFERIEN? NICHT FÜR WILDBIENEN!

Während wir uns im Liegestuhl entspannen und es uns mit kühlem Getränk oder Glace gut gehen lassen, ist bei den Wildbienen Hochbetrieb. Gerade die spezialisierten Arten haben nur während der Blütezeit ihrer Lieblingspflanzen Zeit, genügend Pollen für die nächste Generation zu sammeln. So wird jede Sonnen stunde ausgiebig genutzt.

Haben Wildbienen Probleme bei der Hitze? 

Unsere heimischen Arten sind gut an unser Klima angepasst. Besonders viele Arten lassen sich um die warme Mittagszeit beobachten, manche Hummel bei einer kleinen Pause im Schatten von Blättern.

wildbee Biene auf Distel
Disteln gehören zu den wichtigsten Bienenweiden und sollten in keinem Wildbienengarten fehlen – sie sind viel besser als ihr Ruf.

Problematisch ist hingegen die Klimaerwärmung für die alpinen Wildbienen-Arten, insbesondere Hummeln, die auf kühle Lebensräume angewiesen sind. Sie werden zunehmend von Arten aus tieferen Gebieten verdrängt, wenn das Klima wärmer wird. Ihr Überleben ist dadurch gefährdet und die Folgen für den Artenreichtum dort sind nicht absehbar.

In den letzten 15 Jahren beobachten Entomologen auch, das immer häufiger Wildbienen-Arten als Folge des Klimawandels eine zweite Generation anlegen. Das bedeutet, die Jungen schlüpfen noch im selben Jahr und nisten erneut. So gibt es eine zusätzliche Sommergeneration bei einigen Sandbienen-, Mauerbienen- und Blattschneiderbienen-Arten.

Brauchen Wildbienen Wasser zum trinken? 

Wildbienen trinken ausschliesslich Nektar und brauchen kein Wasser. Andere Arten wie Honigbienen und einige Wespenarten nutzen Wasser und tragen es in ihr Nest zur Kühlung. Ihnen kann man beispielsweise eine flache Schale mit feuchtem Moos anbieten, die sie bequem anfliegen können, ohne das Risiko, in tiefem Wasser zu ertrinken.

Ein Bild aus vergangenen Zeiten ... denn wo heute Pestizide gesprüht werden, verschwindet Mohn als Ackerbegleitflora.

Optimale Sommerbienenweiden 

Spezialisierte Wildbienen-Arten sammeln nur an bestimmten Pflanzenfamilien, deshalb brauchen sie gerade hier dringend grosse Blütenstände. Besonders wertvoll sind jetzt: Glockenblumen: alle Arten Korbblütler: alle Arten von Disteln, Schafgarbe, Flockenblumen, Färberkamille, Alant, Rindsauge, Rainfarn Doldenblütler: Wilde Möhre, Wiesen-Kerbel Raublattgewächse: Natterkopf, Ochsenzunge Kreuzblütler: Acker-Senf Schmetterlingsblütler: alle Kleearten, Vogel-Wicke, Platterbse Lippenblütler: alle Ziest-Arten, alle Salbei-Arten, Brunelle, Dost, Rosmarin, Tymian, Lavendel etc. Weiderichgewächse: Gilbweiderich, Blutweiderich

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